Über uns

Beate: Power pur!

Als Kind ... stand ich mit meinem Papa in der Arbeitsgrube, sah mir die Autos von unten an und wusste genau, welchen Schraubschlüssel ich ihm anreichen musste. Aber als Mädchen einen Männerberuf erlernen – das ging nicht. Meine Begabung zum Zeichnen zum Beruf machen? Auch nicht akzeptabel. Meine Liebe zum Holz – seiner Wärme, seiner feinen Maserung, seinen Ecken und Kanten – wurde ebenfalls nicht unterstützt. Ich wünschte mir den alten Büffetschrank meiner Oma und die Sattlermaschine vom Opa, bekam jedoch beides nicht.

Damals fügte ich mich und arbeitete jahrelang in Berufen, die mich nicht erfüllten. Erst auf einer Reise zum »Dach der Welt«, mitten in der Stille der tibetischen Berge, konnte ich den Ruf meiner Seele nicht länger überhören: »Lebe endlich deine Träume! Tu das, was du liebst!«

»Die Energie folgt der Aufmerksamkeit«, heißt es. Es wurde Zeit, die Bremsen zu lösen. Nachdem ich innerlich Ja zur Veränderung gesagt hatte, öffneten sich Türen, von denen ich nicht geahnt hatte, dass es sie gab. Jetzt bin ich endlich bereit, meine vielen Begabungen zu leben und die unbändige Kraft und Wildheit in mir zum Ausdruck zu bringen. Ich erlaube mir, mein inneres Feuer lodern zu lassen.

Ich be-greife und er-fasse Dinge, Gegenstände auf meine eigene Art. Was mir gefällt, muss ich anfassen und spüren, damit es zum Leben erwacht. Wenn ich male, zeichne und Holz bearbeite, bin ich vollkommen in meinem Tun versunken und vergesse die Zeit.

Zurzeit liebe ich am meisten den Umgang mit Farbe, um den Charakter eines Möbelstücks, seine Konturen und Schattierungen, sowohl zu schützen als auch sichtbar zu machen. Auch auf der Leinwand lasse ich die Farben explodieren und weiß nie im Voraus, wie sich ein Bild entwickeln wird. Es tut so gut, die Leidenschaft, die ich bereits als Kind in mir spürte, endlich ausleben zu dürfen.

Beate & Kristina

Kristina: Sanfte Kraft

Mit anderthalb ... tanzte ich zur Musik aus dem Radio und erzählte Geschichten, kaum dass ich halbwegs sprechen konnte.

Mit zwei fand ich eine kreative Methode, an LUX Seife zu kommen. (Die Werbung war so toll, und LUX erschien mir so viel begehrenswerter als die langweilige Fa-Seife, die wir zu Hause benutzten). Mit dem Diebstahl eines perlenbesetzten Portemonnaies endete meine kriminelle Karriere dann glücklicherweise bereits in den Kinderschuhen! 😉 Mit einem Buntstift in der Hand lag ich unter dem Auto (äh, Stuhl) und schraubte. Ich war sicher, Kraftfahrzeugmechaniker zu werden. Als ich acht war, wechselte ich den Luftfilter am Auto meines Onkels.

Jahrelang bettelte ich meine Eltern um einen eigenen Raum an, bis mein Papa ein »Mietbüchlein« entwarf und ich gegen Taschengeldmiete den Abstellraum bekam und dort werkeln durfte. Doch dann bekam meine Kreativität einen derben Dämpfer: »Kristina, das Meer ist nicht rot!« »Maler und Lackierer als Berufswunsch? – NEIN!« So viele NEIN! Sie begruben alle meine Träume.

Es brauchte eine Krise – Jahrzehnte später – bis ich merkte: Meine Träume waren gar nicht tot. Sie hatten auf mich gewartet. »Inmitten der Schwierigkeit liegt die Gelegenheit«, sagte schon Albert Einstein. Kunsttherapie war der Schlüssel, der die Erinnerung weckte und meine Sehnsucht neu entfachte. Ateliers und Künstler ziehen mich seitdem magisch an und bestärken mich, dem Ruf meines Herzens zu folgen.

Ich experimentiere mit Formen und Farben und finde immer mehr zu den Techniken, die meinen Gefühlen am besten Ausdruck geben. Alles, was ich wahrnehme, inspiriert mich. Und nun dieser Ausbruch von Lebendigkeit: Gemeinsam mit meiner Freundin Beate ins TUN zu kommen. Dieser Aufbruch in etwas Neues fühlt sich so gut an!

Zurzeit sind es meine »BoBis« (Botschaftsbilder – ich liebe kreative Abkürzungen), in denen ich Zitate, Weisheiten, eigene Wortperlen, sichtbar oder unter Farbschichten verborgen, verarbeite. Lass dich von ihnen überraschen, bewegen, berühren ...

Wir danken Petra Lettermann aus Paderborn (www.letterfrau.de) für die kompetente Vermittlung der Spachteltechnik. Durch den Einsatz von Gesteinsmehlen, Beizen und Pigmenten erhielten wir Zugang zu einer neuen Dimension von Kunst: Verschmelzen mit Leinwand, Farben und Material, lebendige, bewegte Hingabe, im Flow sein!